Ich versuche an einem einfachen Beispiel unseres Wohnwagens die Problematik von elektrischen Wechselfeldern aufzuzeigen. (Klick auf das Bild für eine größere Darstellung.)

Als wir unseren Wohnwagen gekauft haben war er zwar mit einem Wechselrichter (220Volt / 12Volt) im Kleiderschrank ausgestattet aber alle mit dicken grünen Punkten dargestellten Lampen wurden mit 220 Volt Wechselstrom betrieben. Die Feldmessungen ergaben folgendes Bild: (unauffällig <0,3 Volt/Meter, schwach auffällig 0,3-1,5 V/m, stark auffällig 1,5-10 V/m, extrem auffällig >10 V/m)
Unter StromDas Ergebnis war baubiologisch betrachtet zunächst katastrophal. Ich baute u.a. einen „Mover“ (Motoren an den Rädern) und eine 77 Ah Autobatterie ein. Gleichzeitig rüstete ich alle Lampen auf 12 Volt LED um. Den Wechselrichter nutze ich jetzt nur noch zu laden der Autobatterie. Mittlerweile habe ich aber auch eine Solarzelle mit ausreichender Kapazität auf das Dach montiert. Somit können wir autark campen. Das Ergebnis war schon besser:

220 und 12 VoltJedoch waren immer noch starke Felder zu erkennen. Im großen Bett linksseitig war der Wechselrichter im Kleiderschrank schuld. Hinter den Sitzen ein 220 Volt Stromkabel und bei den Stockbetten der 220 Volt Anschluss im Bad für z.B. den Fön. Wenn man allerdings den 220 Volt Anschluss vom Wohnwagen aus steckte, sah das Bild so aus:

12 VoltDas war schon sehr viel besser und Licht + Strom für den Laptop + Fernseher haben wir trotzdem. Alle Lampen waren übrigens bei den Messungen eingeschaltet. Laptop und Fernseher verursachen im Betrieb zwar auch Felder aber bei weitem nicht so starke. Die wenigen Felder in den Stockbetten links kommen übrigens durch die beiden großen Heckfenster vom sehr nahestehenden Carport. Auch bei den oberen Bildern kamen die linken Ausschläge in den Doppelbetten vom Stromkabel des Carport zum Wohnwagen. Ich wollte den Wohnwagen deswegen nicht extra verschieben. Wir schlafen alle traumhaft in dem Wohnwagen und freuen uns auf den nächsten Urlaub. Das selbe habe ich mit den magnetischen Gleichfeldern gemacht. Zunächst sah es im großen Bett so aus: (unauffällig <1 nT, schwach auffällig 1-5 nT, stark auffällig 5-20 nT, extrem auffällig >20 nT)

A5 mit Res.Rad

Ein enormer Anstieg eines starken Magnetfeldes am rechten Fußende. Auf der Rückseite des Bettes befindet sich das Reserverad auf einer Stahlfelge. Ich baute es aus und schon:

A5 ohne Res.Rad

Der kleine Berg in der Mitte des Bettes kommt nun noch von der Stahl Gasleitung. Die kann ich leider nicht verlegen. Ist aber jetzt auch nicht mehr schlimm, die Liegefläche ist in diesem Punkt nahezu feldfrei. Natürlich benutzen wir deshalb auch Alugasflaschen.

Genau wie anfangs in unserem Wohnwagen sieht es in „normalen“ Wohnungen aus. Die Feldbelastung ist an den Schlafplätzen in der Regel enorm. Leider ist die gesamte Thematik in Wohnhäusern nicht ganz so einfach wie in einem Wohnwagen zu lösen. Hier können sehr große und viele Fehler wegen den verschiedenen Phasenbelegungen des Energieversorgers, bei den Erdungen und bei den gesetzlichen Vorschriften gemacht werden. Nicht immer ist es gut eine Leitung abzuschalten. Bitte auch nicht selbst Abschirmungen verbauen, sondern vorher einen erfahrenen Baubiologen fragen, sonst kann es passieren, dass man die Lage deutlich verschlimmert und am Ende mehr Geld ausgibt als notwendig gewesen wäre. Sinnvolle Hochfequenzabschirmungen können nur gemacht werden, wenn man genaue Kenntnisse über die Niederfrequenzsituation hat. Jede Maßnahme ist ein Kompromiss, den man abzuwägen weiß.

Bei dem Thema Hochfrequenz sieht es übrigens im Wohnwagen gut aus. Durch die Blechaußenhülle ist der Wohnwagen innen schon sehr gut gegen Hochfrequenzstrahlung geschützt. Schwachstellen sind natürlich die Fenster, die Dachluken und der Holzboden. Die Fenster haben alle Verdunklungsrollos mit außenbeschichteter Aluverkleidung. Allerdings kommt durch den Plastik / Gummirahmen noch etwas durch. Hier hilft ein spezieller Vorhangstoff. Durch den Holzboden kommt in der Regel nicht so viel Hochfrequenzstrahlung (relativ gesehen). Ich kann es bei Gelegenheit genauer messen und stelle es Online.

Aus meiner Erfahrung heraus verursachen die meisten Probleme elektrische Wechselfelder und die Hochfrequenz. Das merkt man meistens schon in der ersten Nacht. Magnetische Gleich- und Wechselfelder wirken i.d.R. erst über einen längeren Zeitraum, da aber leider nachhaltig. Wetterfühlige und älteren Menschen reagieren oft auf große elektrische Gleichfelder sensibel. Neuere Zivilisationskrankheiten sind beim Licht und dem Wasser bzw. dem Essen festzustellen.

Es helfen mir übrigens Rückmeldungen über meine Seite/Arbeit – am schnellsten über das Kontaktformular. Vielen Dank.